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Training bei Hitze: So bleibst du im Hochsommer leistungsfähig

Elf Uhr vormittags, der Asphalt flirrt, und die Laufrunde, die sich im Juni noch federleicht angefühlt hat, zieht dir heute nach zwanzig Minuten den Stecker. Der Puls liegt zehn Schläge über dem gewohnten Wert, das Tempo stimmt trotzdem nicht, und irgendwo zwischen Kilometer vier und fünf fragst du dich, ob du über den Sommer einfach schlechter geworden bist. Bist du nicht. Dein Körper löst gerade nur zwei Aufgaben gleichzeitig – und das kostet.

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Was Hitze mit deinem Kreislauf macht

Sobald die Temperatur steigt, wird deine Haut zur Klimaanlage. Der Körper leitet einen erheblichen Teil des Blutes an die Hautoberfläche, um Wärme abzugeben – Blut, das dann nicht mehr für die arbeitende Muskulatur zur Verfügung steht. Dein Herz gleicht das aus, indem es schneller schlägt. Deshalb der höhere Puls bei gleichem Tempo: Das ist keine Formschwäche, das ist Physik. Dazu kommt der Schweiß, der nicht nur Flüssigkeit kostet, sondern auch Elektrolyte – und je weiter beides sinkt, desto zäher wird jede Wiederholung und jeder Kilometer.

Wer im Hochsommer stur nach Pace oder gewohnten Gewichten trainiert, trainiert deshalb gegen den eigenen Körper. Die klügere Steuergröße ist in diesen Wochen der Puls oder schlicht das Gefühl: gleiche Anstrengung statt gleiche Zahlen. Die Zahlen kommen im September von allein zurück.

Die gute Nachricht: Dein Körper lernt Hitze

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Das Erstaunliche an der Sommerhitze ist, wie schnell sich der Körper an sie anpasst. Nach etwa zehn bis vierzehn Tagen regelmäßigen Trainings bei warmen Temperaturen erhöht er sein Blutplasmavolumen, beginnt früher und effizienter zu schwitzen und verliert dabei weniger Salz. Das Ergebnis spürst du deutlich: Der Puls sinkt wieder, die gleiche Runde fühlt sich leichter an, und ganz nebenbei profitierst du von einem Effekt, den Ausdauersportler gezielt nutzen – Hitzeanpassung wirkt ähnlich wie ein sanftes Höhentraining und zahlt auch auf kühlere Tage ein.

Bis dahin helfen die einfachen Dinge: Verlege intensive Einheiten in die Tagesrandzeiten, wenn Luft und Boden noch kühl sind. Trinke vor, während und nach dem Training – bei längeren oder schweißtreibenden Einheiten mit Elektrolyten, nicht nur mit purem Wasser. Und nimm die Signale ernst, die über normales Schwitzen hinausgehen: Schwindel, Gänsehaut trotz Hitze oder ein plötzlich aussetzender Schweißfluss sind der Moment, an dem die Einheit beendet ist.

Wasser wird dein Trainingspartner

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Die eleganteste Antwort auf Hitze ist, das Training dorthin zu verlegen, wo Überhitzung gar nicht erst entsteht. Schwimmen ist im Hochsommer die vielleicht beste Ausdauereinheit überhaupt: Das Wasser kühlt permanent, während Herz und Lunge voll arbeiten. Auch Aqua Fitness ist deutlich intensiver als ihr Ruf – der Wasserwiderstand fordert die Muskulatur, ohne Gelenke oder Kreislauf zu überlasten. Wer beides mit einer kühlen Kraft-Einheit am Morgen kombiniert, kommt erstaunlich fit durch die heißen Wochen.

Wie sich das anfühlen kann, zeigt das THE FLAG Costa del Sol in Estepona: Dort beginnt der Trainingstag im Fitnessstudio mit Meerblick oder bei einer der täglich wechselnden Einheiten von Yoga über Pilates bis HIIT, mittags kühlt der beheizte Meerwasserpool oder gleich das Meer, und wer Regeneration ernst nimmt, setzt danach auf Kälte- und Rotlichttherapie. Training bei Hitze ist dort keine Ausnahmesituation – es ist das Konzept, an 320 Sonnentagen im Jahr.

Vielleicht ist die Hitze am Ende ein ehrlicher Trainer: Sie zwingt dich, auf deinen Körper zu hören statt auf die Uhr. Wer das einen Sommer lang übt, nimmt eine Fähigkeit mit in den Herbst, die wertvoller ist als jede Bestzeit im Juli.